Zunehmend wird in Sitzungen explizit das Thema „People Pleasing“ benannt, vorherrschend von Frauen. Von Frauen in Zusammenhang mit Beziehungen und Kontakten. Von Müttern, belastet durch Mental
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Was macht dieses Phänomen besonders und warum ist ein gewünschter Musterausstieg oft garnicht so einfach?
People pleasing beschreibt die Zurückhaltung für eigene Themen und Bedürfnisse einzustehen um es anderen Menschen im Umfeld angenehm zu gestalten und demnach möglichen Konflikten zu entgehen. Es
besteht die feste Überzeugung mit Liebsein vollkommene Kontrolle zu haben und damit die eigene Unschuld bewahren zu können.
Die Gründe liegen, wie bei vielen anderen Phänomenen, in der Kindheit. Früh zu erfahren, dass eigene Bedürfnisse wenig Raum, Beachtung und Erfüllung erfahren, stumpft ab. Die Überlebensstrategie
kann lauten: „Ich muss mich anpassen, mich selbst klein halten um Liebe zu erfahren“. Das Muster möchte demnach im Erwachsenenalter vom kindlich erfahrenen Ablehnungsschmerz bewahren und
schützen, eine existenzielle Bedrohung abwenden.
Wie Sie sehen, wird auch hier eine erstmal logische Entscheidung getroffen.
Jedoch wird die persönliche Entwicklung durch People Pleasing massiv eingeschränkt. Es begrenzt, da es echte Verbindung mit sich selbst und anderen nicht zulässt. Eigene Werte und Bedürfnisse werden nicht gespürt oder geleugnet.
In der Folge werden oft ungleiche Beziehungen geführt, in der die eine Person mehr gibt als nimmt, mehr zuhört als selbst erzählt, also insgesamt viel weniger Raum einnimmt. Somit verschwimmen Grenzen und missbräuchliche Beziehungen werden nicht oder spät erkannt.
People Pleasing führt in der Folge häufig auch zu körperlichen Beschwerden, da die Seele, das eigene Selbst, zu wenig Raum bekommt.
In der Therapie wird prozesshaft geübt und erprobt immer mehr Raum für sich zu beanspruchen, Bedürfnisse zu fühlen und diesen nachzugehen, sich also selbst wichtig zu nehmen. Es geht darum, echte Verantwortung zu übernehmen und Kontrollüberzeugungen loszulassen. Betroffene, die diesen Weg wagen, fühlen sich freier, unabhängiger und die Alltagsanspannung fällt deutlich ab.
Ergänzend kann hier auch die Atemtherapie eingesetzt werden, sie unterstützt tiefe Speicherungen (auch von unseren Ahninnen) aus den Körperzellen zu lösen und authentischer zu leben.
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